Menschen. Gesellschaftliche Themen. Aufbruch. Neuanfang.
Burn- Out :
Trend oder harsche Realität?
Interview mit Fabienne Brändli
Systemische Psychotherapeutin
www.braendli-psychologie.ch
Fabienne's Podcast " Kommunikation
Out of the box"
https://www.youtube.com/playlist?list=PLGVMsNOMVBRXhV-cYMZ5sz_tmgnqpkMQd
Interview mit Dr. Abt Gürber
Psychologisches Coaching und Burn-Out Prävention
https://www.abtguerber-coaching.ch/Fa
Trauerprozesse
Trauer unterteilt man oftmals in 5 Phasen. Ich treffe Sterbe-und Trauerbegleiterin Petra Weibel.
Interview
www.kraftplatz-weibel.ch
Die Edelfuchslodge – wo der Wald dich ruft
Die Edelfuchslodge von Christina und Kevin ist mehr als ein klassischer Rückzugsort.
Bereits die Anreise führt spürbar aus dem Alltag heraus. Mit zunehmender Distanz zur Stadt wird die Umgebung ruhiger, der Wald dichter – bis die Lodge schließlich eingebettet zwischen Bäumen erscheint.
Das Haus liegt abgeschieden im Grünen. Außen zurückhaltend, innen klar gestaltet: helle Räume, natürliche Materialien, eine reduzierte Formsprache. Holz und Glas bestimmen die Architektur, ergänzt durch gezielte Details, die Funktionalität und Ruhe verbinden.
Am Morgen wird ein einfaches Frühstück serviert – Brot, Käse, Früchte. Die Auswahl ist bewusst minimal gehalten und fügt sich in das Gesamtkonzept des Hauses ein.
Die Lodge wurde von Kevin gemeinsam mit seiner Partnerin Christina entwickelt. Beide verbindet eine starke Nähe zur Natur, die sich in der Gestaltung und Atmosphäre des Ortes widerspiegelt. Ihr Ansatz: ein Gleichgewicht zwischen Gestaltung und Zurückhaltung.
Ursprünglich ein Skihaus, wurde das Gebäude neu interpretiert. Die Geschichte bleibt spürbar, ohne im Vordergrund zu stehen.
Die Edelfuchslodge versteht sich nicht als klassisches Hotel, sondern als reduzierter Rückzugsort im Wald – klar konzipiert, ruhig umgesetzt.
Text: Franziska Akalan
Immersive Räume
Interview mit Studienleiter und Dozent Wolfang Semar, Schweizerisches Institut für Informationswissenschaft (SII).
Guten Tag Herr Semar
Sie sind Studienleiter der Masterstudienrichtung Data Visualisation an der Fachhochschule Graubünden. Was ist ein immersiver Raum?
Ein immersiver Raum ist so gestaltet, dass Menschen vollständig in eine künstlich erzeugte Umgebung eintauchen können. Mithilfe von Licht, Klang, Projektionen, Sensorik oder virtueller Realität entsteht das Gefühl, sich mitten in einer anderen Welt zu befinden – nicht als Beobachter, sondern als Teil des Geschehens.
Typische Elemente:
- Rundum-Projektionen an Wänden, Boden oder Decke
- Raumklangerlebnisse (z. B. 3D- oder Surround-Audio)
- Interaktive Reaktionen auf Bewegung oder Berührung
- Optional unterstützende Sinnesreize wie Geruch oder Temperatur
Wozu dient ein immersiver Raum?
Immersive Räume sollen Erlebnisse intensiver und emotionaler erfahrbar machen. Sie werden z. B. eingesetzt, um Informationen nicht nur intellektuell zu vermitteln, sondern sinnlich erlebbar zu machen.
Einsatzbereiche sind unter anderem:
- Kunst & Kultur – begehbare Ausstellungen oder visuelle Erzählwelten
- Bildung & Wissenschaft – Simulationen historischer oder naturbezogener Szenarien
- Unternehmen & Markenräume – zur emotionalen Inszenierung von Produkten oder Botschaften
- Freizeit & Entertainment – Themenräume, interaktive Erlebnisse, digitale Erlebniswelten
➡️ Immersive Räume ermöglichen ein emotional verstärktes Erleben und fördern so Identifikation, Staunen oder Verständnis.
Abgrenzung zum Snoezelen (multisensorische Entspannungsräume)
Sowohl immersive Räume als auch Snoezelenräume schaffen gezielt gestaltete Erlebniswelten – jedoch mit sehr unterschiedlicher Zielrichtung.
Während Immersionsräume oft gestaltet werden, um äußere Welten erfahrbar zu machen, lädt Snoezelen dazu ein, mit der eigenen Innenwelt in Kontakt zu kommen. Hier steht nicht Reizfülle im Vordergrund, sondern ein fein abgestimmtes Umfeld, das innere Ruhe, Sicherheit und Selbstwahrnehmung unterstützt.
Immersive Projektoren und haptische Tablets – Einordnung
Beide Technologien zielen darauf ab, sinnliche Wahrnehmung zu intensivieren, jedoch auf unterschiedliche Weise:
Diese Technologien sind sinnvoll, wenn Erlebnisintensivierung oder digitale Interaktion im Vordergrund stehen. In ruhesensiblen Entspannungsräumen (wie Snoezelen) werden sie hingegen nur eingesetzt, wenn sie das Wohlbefinden sanft fördern – nicht, um zu stimulieren.
Sind immersive Räume die Zukunft des Wohnens oder Alltags?
Die Entwicklung digitaler Medien geht deutlich in Richtung räumlicher und emotionaler Erlebnisse. Begriffe wie „Spatial Computing“ zeigen, dass digitale Inhalte zunehmend im Raum verankert und weniger auf Bildschirme beschränkt sein werden.
Zukünftig könnten Wohnräume nicht dauerhaft immersiv sein, aber sich zeitweise situativ anpassen – beispielsweise durch Licht, Klang oder Projektion, je nach emotionalem oder funktionalem Bedarf
(z. B. Entspannung, Fokus oder Inspiration).
Während immersive Räume technisch erweiterte Erlebniswelten öffnen, schaffen Snoezelenräume einen behutsamen Zugang zur eigenen inneren Welt. Hier geht es weniger um das Eintauchen in ein visuelles Szenario – sondern um das Ankommen in sich selbst, getragen von Licht, Klang und Sicherheit.
Diese Fakten rund um ein Thema mit dem man sich noch gar nie beschäftigt hat, sind äusserst spannend. Herzlichen Dank, dass Sie diese mit uns geteilt haben.
Ich bedanke mich herzlich für Ihre Zeit, Herr Semar!